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Die historische Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal |
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Ein Kleinod für viele Generationen |

Die Kegelbahn in der Karlstraße 57 dürfte in ihrer Architektur als eigenständiges Fachwerkgebäude in Deutschland ziemlich einzigartig sein. Sie wurde um 1800 errichtet und ist vermutlich die älteste ihrer Art überhaupt.[1] Zur zeitlichen Dimension: Als die Brüder Grimm 1812 das Märchen ›Gut Kegel- und Kartenspiel‹ (späterer Titel ›Märchen von einem, der auszog das Fürchten zu lernen‹) veröffentlichten, existierte die Kegelbahn bereits über ein Jahrzehnt; zu dieser Zeit litt Europa unter den Napoleonischen Kriegen.
Durch Karl May erlangte die Kegelbahn große Berühmtheit. 1854 musste er dort zwölfjährig als Kegelbub arbeiten, um den Privatunterricht, welchen er erhielt, finanzieren zu können. Ohne diese Verdienstquelle wäre ihm eine angemessene Bildung verschlossen geblieben. Den Schriftsteller Karl May hätte es folglich nie gegeben, zumal sich in unmittelbarer Nähe der Kegelbahn die Schankwirtschaft Engelhardt befand, wo es eine Leihbibliothek gab, die seine Phantasie geradezu beflügelte.
In mehreren Karl-May-Biographien und Chroniken werden die Leihbibliothek und die benachbarte Kegelbahn erwähnt. Der Bildband ›Karl May und seine Zeit‹ von Gerhard Klußmeier und Hainer Plaul (2007) ist das jüngste Beispiel einer langen Liste diverser wissenschaftlicher Publikationen. Wer den 34. Band der Gesammelten Werke »Ich« aufschlägt, findet zwei Karten von Hohenstein-Ernstthal und Umgebung, die Kegelbahn ist dort eingezeichnet. Aufgrund der hohen Buchauflagen des Karl-May-Verlags ist die Karl-May-Geburtsstadt mit ihrer Kegelbahn weltbekannt.
Im Internetlexikon Wikipedia wird unter dem Stichwort ›Kegeln‹ Karl May gar erwähnt: »Bis in die 1950-er Jahre hinein stellten Kegeljungen (oder -buben) die Kegel auf und rollten die Kugel zurück. Karl May traf nach eigenen Angaben als Kegelbub die ersten Heimkehrer aus der Neuen Welt, die ihm von den USA erzählten.«
Viele Karl-May-Freunde aus dem In- und Ausland kommen regelmäßig nach Hohenstein-Ernstthal, um die historischen May-Stätten zu besuchen. Die Kegelbahn gehört dabei zum Pflichtprogramm.
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Nach über 200 Jahren hat natürlich der Zahn der Zeit an der berühmten Kegelbahn genagt, völlig baufällig oder gar einsturzgefährdet ist sie jedoch nicht. Aufgrund ihres Alters, ihrer architektonischen Seltenheit und Geschichte ist die Kegelbahn unbedingt erhaltenswert.
Obwohl es in Hohenstein-Ernstthal deutlich baufälligere Gebäude gibt, auch freie Bauflächen vorhanden sind, soll jetzt die Kegelbahn weichen und vielleicht durch ein modernes geschichtsloses Bauwerk ersetzt werden. Damit ginge nicht nur der Stadt Hohenstein-Ernstthal ein wertvolles Stück Heimat-, Kultur- und Literaturgeschichte unwiederbringlich verloren. Im Vorfeld der 500-Jahr-Feier Hohenstein 2010 wäre dies mehr als betrüblich. Dies gilt ebenso für die nicht minder bekannte ›Rote Mühle‹, deren Existenz ebenso bedroht ist.
Wer ein Grundstück mit einem denkmalgeschützten Gebäude erwirbt, sollte sich dazu bekennen und nicht einen Verfall begünstigen, um den Denkmalschutz auszuhebeln. Hier wären vielmehr Fördermittel für eine Instandsetzung zu beantragen. Stattdessen hat jetzt der Besitzer der Kegelbahn einen Antrag für den baldigen Abbruch gestellt (Freie Presse vom 12.6.09). Vertreter der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Zwickau müssen jetzt darüber entscheiden.
Ein denkmalgerechtes Umsetzen der kompletten Kegelbahn – Stein für Stein mit den originalen Holzbalken – dürfte kaum finanzierbar sein. Auch wäre hierfür ein Grundstück mit den geometrischen Verhältnissen der Karlstraße 57 erforderlich. Ferner könnte eine zerlegte Kegelbahn nicht über einen längeren Zeitraum eingelagert werden, da ein Zerfall dadurch beschleunigt würde.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Es gibt genügend Gründe, die Kegelbahn an Ort und Stelle zu erhalten. Ein Konzept für die Nutzung liegt vor.
Wir wenden uns hier öffentlich an
die Stadt Hohenstein-Ernstthal nebst Denkmalschutzbehörde des Landkreises
Zwickau, die Kegelbahn wegen ihrer historischen Bedeutsamkeit langfristig zu
erhalten und keinesfalls eine Abbruchgenehmigung zu erteilen.
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Ralf Harder, Hohenstein-Ernstthal |
Dr. Christian Heermann, Leipzig |
Wir möchten gern die Befürworter unseres Anliegens namentlich auf dieser
Internetseite nennen.
Geben Sie uns bitte Ihr Einverständnis per E-Mail:
pro@kegelbahn-hohenstein-ernstthal.de
Derzeit gibt es 310 Einträge – Stand: 18.05.2010
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Personen aus dem In-
und Ausland, Fred Altmann, DKBC-Präsident
(Deutscher Keglerbund Classic e.V.) |
Kommentare
Als Beobachter aus
dem Norden Deutschlands erfahre ich mit nicht geringer Bestürzung vom
bevorstehenden Abriss der historischen Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal – und
das entgegen früheren Bekundungen. Als Freund der Stadt Hohenstein-Ernstthal und
nicht zuletzt als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Karl-May-Hauses
ist es mir unverständlich, dass man ein derart kulturhistorisch wertvolles
Gebäude eindeutig absichtlich dem Verfall preisgibt, um es dann vernichten zu
dürfen. Auf derart üble, man muss vielfach sagen: kriminelle, Weise gehen ja
viele Neubesitzer mit "unbequemen" Gebäuden um, ohne dass eingeschritten wird.
Das darf sich eine Stadt nicht gefallen lassen! Die Kegelbahn ist schon in ihrer
äußeren Gestalt so ungewöhnlich, dass eine Schande wäre (auch für die Stadt),
das über 200 Jahre (!) alte Gebäude nicht zu erhalten – wobei der Bezug zu
Karl-May ja keineswegs der wichtigste ist; doch für Touristen ist ein solch
seltenes (vielleicht sogar einmaliges) Bauwerk bei entsprechender Behandlung und
auch Nutzung ein interessanter Besuchsgrund. Also: Rettet die Kegelbahn!
Gerhard Klußmeier
Eichengrund 9
21224 Rosengarten
Ich bin empört und
protestiere gegen den geplanten Abriss der denkmalgeschützten Kegelbahn in
Hohenstein-Ernstthal.
Jutta Laroche, Recklinghausen
Geschichte
spiegelt sich nicht nur in nackten Zahlen und Fakten wieder, sondern auch in
Dingen, Gegenständen. Selten sind Gebäude, die so bedeutsam sind wie die
Karl-May-Kegelbahn. Ich bitte inständigst: Es muß ein Weg gefunden werden,
dieses greifbare Relikt zu erhalten. Es darf nicht einem gesichtslosen,
letztlich bedeutungslosen Bauwerk weichen! Die Kegelbahn muß erhalten werden!
Walter-Jörg Langbein - Schriftsteller
Ich protestiere
gegen den geplanten Abriss der denkmalgeschützten Kegelbahn in
Hohenstein-Ernstthal.
Michaela Kroupova, Havirov, Tschechien
Als Mitglied der
Karl-May-Gesellschaft, aus Schwarzenberg im Erzgebirge stammend, möchte ich auch
ganz entschieden gegen den eventuellen Abriß der Kegelbahn protestieren! Die
Barbarei am Bahnhof ist wirklich genug!!!
Jörg Streller M.A., Bayreuth
… Vielleicht wird
es ja nun möglich, statt dieses Gebäude abzureißen, mit dem touristischen Pfund
zu wuchern. Liebe Grüße in die Heimat …
Albrecht Reuther, Hirschfeld
Karl May beendete
1861 bei uns im Haus sein Lehrerstudium, Bei uns wird im nächsten Jahr ein Karl-
May- Spielplatz gebaut! Da darf doch in seiner Geburtsstadt so eine historische
Stätte nicht der Abrißbirne zum Opfer fallen!!!
Heike Albrecht, Plauen
Ich hoffe sehr,
dass der Abriss verhindert werden kann und damit würde ich sicher auch meinem
Urgroßvater Hans Zesewitz aus dem Herzen sprechen!
Katrin Hisslinger, Bibliotheksleitung, Stadt Lichtenstein
Ich scharf
protestiere gegen Abriss der Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal. Das ist
wirkliche Rarität, lebendige Zeuge des Karl-Mays-Kindeszeit und für alle
Karl-May-Fans Kultstelle!
Dr. Jan Koten, Karl-May-Archiv, Velke Mezirici, Tschechien
Hiermit stimme
ich absolut gegen den Abbruch der Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal, an der Karl
May als Kegelbube beschäftigt gewesen ist. Solch ein wichtiges historisches
Monument darf nicht verschwinden.
Drs. J.W. van der Jagt (Mitglied des Vorstands der niederländischen
Karl May-Vereinigung)
Als
Ahnenforscherin, die vermutlich mit Karl May gemeinsame Vorfahren hat, stimme
ich unbedingt für den Erhalt des historischen Gebäudes.
Margarete Jurkowski, Wernigerode
Der enorme
Schaden, der in den letzten ca. 60 Jahren durch Abriß von Kulturgut entstanden
ist, sollte hier nicht fortgesetzt werden. Touristengelder bekommt man durch
das, was erhalten wird – nicht durch Abgerissenes. Der jetzige Besitzer ist eine
Verpflichtung eingegangen, als er dieses Gebäude kaufte – kann er dieser Aufgabe
nicht nachkommen, sollte man ihn zum Verkauf zwingen. Ich hoffe, die Stadt
trifft die richtige Entscheidung und ist sich ihrer Verantwortung bewußt. Es
geht hier nicht nur um den Erhalt eines Gebäudes von lokaler Bedeutung – Karl
May genießt das Interesse von Anhängern in der ganzen Welt. Auch wenn es schwer
ist, es ist besser jetzt das Geld zur Erhaltung aufzubringen, um damit vielen
Generationen ein wichtiges Kulturgut zu erhalten, als hinterher einen Abriß zu
bedauern. Wir haben eine Verantwortung! Mit jedem Verlust eines historischen
Gebäudes verliert eine Stadt an Charme und Charakter.
Marion Winter
40 Sir Bruce Small Boulevard
Benowa Waters, Queensland, 4217
Australien
Es mutet schon
wie ein Schildbürgerstreich an, wenn historische Schätze und Baudenkmäler wie
die Kegelbahn in der Hohensteiner Karlstraße als Altlasten entsorgt werden, wenn
dieses geschichtsträchtige und touristisch durchaus vermarktungsfähige Objekt
von hohem ideellen Wert in Kategorien der Immobilienwirtschaft wie Boden-, Sach-
und Ertragswert zerlegt und verramscht wird, wenn das Besondere,
Außergewöhnliche vielleicht Einmalige dieses Bauwerkes dem 08/15Einerlei und
Einheitsmischmasch des Gewöhnlichen und Langweiligen eines noch so tollen
Neubauprojektes zum Opfer fällt.
Jedem Investor dieser denkmalgeschützten Immobilie sollte klar
sein, dass hier wirtschaftliches Interesse nicht allein Maß aller Dinge sein
kann.
Ich hoffe sehr, das es die Geburtstadt meines Vaters vermag,
durchdachte und vernünftige Entscheidungen zu treffen und es mir erspart bleibt,
Kunde von Schildbürgerstreichen aus Hohenstein-Ernsthal zu erhalten, über die
nicht einmal ein Schildbürger lachen würde.
Frank Leuckhardt, Berlin (1976-1984 Einwohner und seitdem
regelmäßiger Gast in Hohenstein-Ernstthal)
Die Abschnitte in
"Mein Leben und Streben", in denen May von seiner Tätigkeit als Kegeljunge und
von der benachbarten "Schundbücherei" erzählt, beeindruckten mich bereits beim
ersten Lesen seiner Autobiografie ganz besonders. Der Abriss der Kegelbahn wäre
nicht nur für die Stadt Hohenstein-Ernstthal ein unersetzlicher Verlust, sondern
mindestens ebenso sehr für die May-Freunde, die damit einen interessanten und
bedeutsamen Gedenkort verlieren würden. Ich wünsche diesem Antrag viel Erfolg!
Stefan Schawe, Osnabrück
Hohenstein-Ernstthal hat heute sicher wenig aufzuweisen, was seinem
internationalen Ruhm als Geburtsstadt von Karl May vergleichbar sein könnte. Da
wäre es doch angebracht, alle historischen Stätten, die zu Karl Mays Leben und
Erleben in der Stadt noch erhalten sind, zu pflegen und kulturell zu nutzen.
Stattdessen will man hier ein historisch auch über Karl May hinaus bedeutsames
Gebäude als "altes Geraffel" einfach abreißen. Was für ein Zeichen kulturloser
Barbarei!
Als altem Sachsen und Karl-May-Leser blutet mir das Herz.
Erhard Füssel, Tutzing
Wo ein Wille ist,
ist auch ein Weg. Die Verantwortlichen können sich mit dem Erhalt ein Denkmal
errichten. Ich wünsche ihnen eine kluge Entscheidung.
Dieter Krauße, Hohenstein-Ernstthal
Abriss eines
Gebäudes in welchem der Zeitgeist des meistgelesen deutschen Schriftsteller
versprüht wurde? Wer kann das wollen? Als Sammler und Leser von Karl May
protestiere ich vehement gegen den Abriss.
Sven Schäffner, Rostock
Ich schließe mich
hiermit der "Petition" für den Erhalt der historischen Kegelbahn von
Hohenstein-Ernstthal an. Bereits als Jugendlicher habe ich mich mit Mays "Ich"
beschäftigt und bin dabei auf die Passage mit der Kegelbahn gestoßen. Ein
solches Kleinod darf nicht einfach dem Abriß preisgegeben werden.
Der Denkmalschutz wird von vielen als lästig empfunden (vor allem
auch hinsichtlich der Kosten). Ich bin in der Hinsicht anderer Meinung. Wenn ich
heute durch mein Heimatdorf (bay. Schwaben) laufe, kann ich dessen
ursprünglichen Charakter nicht mehr erkennen (vor allem wenn man sich Fotos aus
vergangenen Jahrzehnten betrachtet). Damit hat die Welt meines
Großvaters,Urgroßvaters und zum Teil meines Vaters aufgehört zu bestehen.
Historische Bausubstanz ist modernen Blöcken und Bunkern gewichen.
Jürgen Möderisch
Wie viele
bedeutsame Persönlichkeiten vom Format eines Karl May sind denn noch aus
Hohenstein-Ernstthal hervorgegangen, dass man so verschwenderisch mit den
dazugehörigen historischen Stätten umgehen kann?
Martin Winter, Gießen
Wir sind Mitglieder
des Fördervereins Silberbüchse e.V. und möchten die Bemühungen unseres
Geschäftsführers und der ganzen Vorstandschaft auf jeden Fall unterstützen und
so zum Erhalt der historischen Kegelbahn beitragen.
Wir würden uns freuen, wenn unser Sohn Tobias in 2 Jahren (als 12
jähriger), dann die Aufgabe des Kegelbubs übernehmen würde, wenn sich die
Silberbüchse wieder zum Kegeln trifft.
Viele Grüße aus Unterpleichfeld (Landkreis Würzburg)
Thomas, Erika und Tobias Wörrlein
Wer hat sie nicht
gelesen, die Bücher von Karl May???
Millionen werden in Deutschland für sinnlose Projekte
verschleudert! Aber die endgültige Vernichtung deutschen Kulturgutes nimmt man
bedenkenlos in Kauf! Eine Schande ist das! Deshalb unterstütze ich die
Initiative zum Erhalt der Kegelbahn und fordere die Entscheidungsträger in
Zwickau auf, einem Abriss auf keinen Fall zuzustimmen!
Hans-Jürgen Böhm, TSV 1848 Flöha e.V. (aktiver Classic-Kegler!)
Wer die Zeugen
der Vergangenheit nicht achtet, der ist in der Gegenwart so sehr festgefahren,
dass er seine eigene Zukunft dadurch zerstört. Ein weiteres Beispiel der
vernichtenden Kraft, der Missachtung von kulturellen Werten. Protest allein
genügt nicht; nur Umdenken kann etwas verändern. Umdenken bei all jenen, die
sich als zivilisierte Menschen bezeichnen. Doch die Fähigkeit, das eigene
Verhalten und die eigenen Wertvorstellungen zu verändern ist wohl die
schwierigste Lebensaufgabe der Menschen.
Peter Züllig, Bubikon, Schweiz
Ich bin absolut
für den Erhalt der antiken Kegelbahn – es werden soviele Gebäude unter
Denkmalschutz gestellt - warum die älteste Kegelbahn nicht???
Holger Liebold, Sportwart Olympia Mörfelden
Auch wenn
Kegelbahnen im Allgemeinen keine Touristenströme hervorrufen, sollte sich die
Stadtverwaltung mit dem Grundstückseigentümer um ein Konzept bemühen, mit dem
eine Nutzung des Grundstückes, einhergehend mit dem Erhalt des
denkmalgeschützten und historisch bedeutsamen Gebäudes, beiden Seiten Vorteile
bringt.
Jörg Böttger, Verwaltungsfachangestellter, Beucha
Da Karl May als
Lektüre und auch als Film zu meiner Jugend gehörte, hoffe ich heute als aktive
Keglerin, mit meiner Eintragung etwas zum Erhalt der Kegelbahn tun zu können.
Hannelore Straub
Ich stimme zu,
dass ein solches historisches Gebäude auf jeden Fall erhalten bleiben soll. Dort
finden wir und unsere Nachkommen Spuren deutscher Kultur und Geschichte.Als Karl
May Freund kann ich es nicht verstehen, dass man solche Spuren vernichten will.
Günter Kertz, Herten
Auch aus weiter
Ferne (Hamburg) komme ich immer wieder gerne nach Hohenstein-Ernstthal, und
würde es sehr begrüßen, wenn diese historische Stätte für die Nachwelt am
Originalstandort erhalten bliebe.
Holger Muhsfeldt, Hamburg
Aus
Denkmalschutzgründen sollte diese Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal erhalten
bleiben.
Nicht nur Karl-May-Fans werden daran ihre Freude haben.
Es wird an genug überflüssigen Stellen Geld zum Fenster
herausgeworfen. Dort gespart bleibt es für den Erhalt dieser Kegelbahn übrig,
die sicherlich für Hohenstein-Ernstthal mit ein wenig Phantasie zu einem
weiteren Anziehungspunkt für Touristen – nicht nur auf Karl Mays Fährte –
ausgebaut werden kann.
Gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es ratsam,
die Brechstange nicht da anzulegen, wo sie später mal weh tun könnte.
Daher bin ich eindeutig für den Erhalt – natürlich auch im Sinne Karl Mays und
seiner Erben.
Fritz-Udo Gollan (Mitglied KMG), Wuppertal
Ich unterstütze
Ihr Begehren zum Erhalt der historischen Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal. Wenn
Denkmalschutz überhaupt einen Sinn haben soll, darf er für eine solches
einmaliges Objekt nicht umgangen werden.
Hartmut Friedrichs, Frankfurt am Main
Als inzwischen
rheinischer Heimatforscher mit Wurzeln in Österreich trete ich mit Nachdruck für
die Erhaltung der historischen Kegelbahn in Hohenstein-Ernstthal ein. Nicht nur,
dass ich seinerzeit begeisterter Karl-May-Leser war – ich brachte es auf 34
Bände, alle ausgeliehen –, sondern auch als Kegelbub während eines
Erholungsaufenthalts in den österreichischen Bergen (Brandwirt in Gosau,
Salzkammergut) weiß ich die Bedeutung dieser Tradition und solcher historischer
Bauten zu schätzen und fühle mich in diesem Sinn dem großen Schriftsteller Karl
May in doppelter Weise verbunden.
Prof. Dr. Dr. Harald Uhl (Wien/Bonn)
Attraktiv und
liebenswürdig wird eine Stadt vor allem durch ihre Geschichte und die liebevolle
Pflege ihrer historischen Traditionen und Baulichkeiten.
Nachdem in meiner Geburtsstadt bereits so manches
Kleinod "verloren" ging, sollte es doch möglich sein, dieses Keinod zu bewahren.
Der Name "Karl-May-Geburtsstadt" ist schließlich auch Verpflichtung die
Erinnerung an den weltbekannten Sohn unserer Stadt lebendig zu halten.
Nicht nur mit einer ständigen Ausstellung und einer Gedenktafel an seinem
Geburtshaus. Mays Lebensgeschichte muß an den noch vorhandenen
Originalschauplätzen in der Stadt und ihrer Umgebung für die Besucher
nacherlebbar bewahrt werden.
Mit einer vernachlässigten Karl-May-Höhle, der
verfallenen "Roten Mühle" und der bereits abgerissenen "Lügenschmiede" wird das
ganz sicher nicht gelingen. Alle Entscheidungsträger sollten deshalb an einem
Strang ziehen, um diese Kegelbahn unbedingt zu erhalten.
Bernd Müller, Glauchau
Als langjähriger
Karl May Fan gebe ich auf diesem Wege meinem Protest gegen den geplanten Abriss
der Kegelbahn in Hohenstein–Ernstthal Ausdruck.
Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig,
sich für den Erhalt dieser historisch einmaligen Stätte einzusetzen.
Ich möchte mich bei allen Beteiligten, die sich aktiv
oder passiv an dieser Aktion beteiligen, für ihren Einsatz bedanken und wünsche
ihnen viel Erfolg!
Klaus G. Zahn, Lippetal–Brockhausen
Auch ich bin für
den Erhalt dieser historisch wichtigen Kegelbahn als Kulturgut ganz
Deutschlands.
Hoffentlich haben Sie Erfolg mit dieser Aktion und
zeigen, dass es noch viele viele Karl-May-Fans gibt, die sich nicht alles
gefallen lassenwollen, nur weil es mal schick ist, neues gegen altes
auszutauschen. Das wäre sehr traurig und für immer verloren. Soweit darf es
nicht kommen.
Frank Steffen aus Hamm/Westf
1) Bis ins 18. Jahrhundert kegelte man ausnahmslos im Freien. 1786 veröffentliche Johann Georg Krünitz in seinem Lexikon erstmals ›13 Regeln für das Kegelspiel‹, die teilweise heute noch gelten. Die ersten Spielgemeinschaften (Kegel-Klubs) wurden 1826 registriert. Als wahrscheinlich älteste freistehende Kegelbahn galt bislang die Anlage in Marburg von 1873. Der Hohensteiner Kegelschub ist jedoch bereits um 1800 erbaut worden. Somit dürfte die Karl-May-Kegelbahn als eigenständiges Bauwerk die älteste Deutschlands sein.
Externer Link mit einer Karl-May-Erwähnung: http://wapedia.mobi/de/Kegeln
Impressum
Ralf Harder
Röhrensteig 39
(Ab Oktober 2010: Dreibrüderweg 36)
09337 Hohenstein-Ernstthal
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